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E‑Handwerk wird smarter

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Die Aus­bil­dungs­in­hal­te der hand­werk­li­chen Elek­tro­be­ru­fe wur­den moder­ni­siert. Stark über­ar­bei­tet wur­de ins­be­son­de­re der Beruf Informationselektroniker/in, neu ist der Beruf Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration.

Ost­fries­land. Die Grup­pe der hand­werk­li­chen Elek­tro- und infor­ma­ti­ons­tech­ni­schen Beru­fe wird zum 1. August 2021 moder­ni­siert. Das Bun­des­in­sti­tut für Berufs­bil­dung (BIBB) hat die Aus­bil­dungs­in­hal­te der hand­werk­li­chen Elek­tro­be­ru­fe ange­passt und Prü­fungs­re­ge­lun­gen weit­ge­hend ver­ein­heit­licht. Trends hin zu smar­ten Instal­la­tio­nen und immer wei­ter­rei­chen­den Ver­net­zun­gen erfor­dern eine Berufs­aus­bil­dung, die bei den Beschäf­tig­ten das Sys­tem­ver­ständ­nis stär­ker in den Mit­tel­punkt rückt, zum digi­ta­len Arbei­ten befä­higt und per­so­na­le Kom­pe­ten­zen stärkt.

Der Beruf „Elektroniker/in für Gebäu­de­sys­tem­in­te­gra­ti­on“ wird neu geschaf­fen. Er rich­tet sich ins­be­son­de­re an Hand­werks­be­trie­be, die als Sys­tem­an­bie­ter agie­ren und eröff­net Jugend­li­chen aus­sichts­rei­che Kar­rie­re­chan­cen in Rich­tung Pla­nung und Kon­zep­ti­on ver­netz­ter Gebäu­de­tech­nik. Der Beruf „Elektroniker/in“ kon­zen­triert sich künf­tig auf die bei­den Fach­rich­tun­gen Ener­gie- und Gebäu­de­tech­nik sowie Auto­ma­ti­sie­rungs- und Systemtechnik.

Der Beruf „Informationselektroniker/in“ fasst künf­tig vier Ein­satz­ge­bie­te zusam­men: Geräte‑, IT- und Büro­sys­tem­tech­nik, Sende‑, Emp­fangs- und Breit­band­tech­nik, Brand­schutz- und Gefah­ren­mel­de­an­la­gen sowie Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik. Der Beruf „Systemelektroniker/in“ wird im Gegen­zug auf­ge­ho­ben. Der Beruf „Elektroniker/in für Maschi­nen und Antriebs­tech­nik“ wur­de inhalt­lich moder­ni­siert, aber auf­grund unter­schied­li­cher Prü­fungs­be­stim­mun­gen ver­ord­nungs­tech­nisch in zwei Beru­fen neu gere­gelt – zum einen nach Berufs­bil­dungs­ge­setz (BBiG), zum ande­ren nach Hand­werks­ord­nung (HwO).

Nähe­re Infos gibt es unter www.bibb.de. Auch die Hand­werks­kam­mer für Ost­fries­land steht bei Fra­gen zu den neu­en Aus­bil­dungs­in­hal­ten zur Ver­fü­gung. Ansprech­part­ner ist Die­ter Fried­richs, erreich­bar unter Tel. 04941 1797 58 oder per E‑Mail d.friedrichs@hwk-aurich.de


 

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Jun­ger Hand­wer­ker­nach­wuchs ausgezeichnet

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Lau­ra Hilt­mann und Pia Schö­ning sind ers­te Preis­trä­ge­rin­nen der Geerd-Meent­zen Stiftung.

Ost­fries­land. Das Hand­werk ist Ost­fries­lands größ­ter Aus­bil­der und Arbeit­ge­ber zugleich. Rund 35.000 Hand­wer­ker sor­gen dafür, dass es in der Regi­on rund läuft. Dazu gehö­ren auch die etwa 2700 Lehr­lin­ge in den mehr als 60 Aus­bil­dungs­be­ru­fen im Kam­mer­be­zirk. Um dem enga­gier­ten Nach­wuchs Aner­ken­nung zu zol­len, gab es nun eine Pre­mie­re: In der Hand­werks­kam­mer für Ost­fries­land in Aurich wur­de erst­mals der Geerd-Meent­zen-Preis der gleich­na­mi­gen Stif­tung an zwei Preis­trä­ge­rin­nen ver­lie­hen. Zu einer klei­nen Fei­er­stun­de tra­fen sich die Stif­tungs­grün­der Karin Meent­zen-Horst­mann und Sohn Juli­an Horst­mann sowie Ver­tre­ter der Hand­werks­kam­mer, der Ems-Dol­lart Stif­tung und der BBS II Emden mit dem Hand­wer­ker­nach­wuchs und ihren Ausbildern.

Als ers­te Preis­trä­ge­rin­nen hat­te das Kura­to­ri­um der Stif­tung die frisch aus­ge­lern­ten Fri­seu­rin­nen Lau­ra Hilt­mann (19) von der „Schnei­de­rei 23“ in Emden und Pia Schö­ning (23) vom Salon „Coif­feur Pas­cal“ in Emden aus­ge­wählt. „Ent­schei­dend waren nicht nur die schu­li­sche Leis­tung – auch sozia­les Enga­ge­ment und die per­sön­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen wur­den berück­sich­tigt“, begrün­de­te Vor­sit­zen­de Karin Meent­zen-Horst­mann die Wahl und über­reich­te gemein­sam mit ihrem Sohn den dies­jäh­ri­gen Sach- und Geld­preis an die Gesel­lin­nen. Die­se zeig­ten sich sicht­lich gerührt. „Ich möch­te mich bei allen bedan­ken, die mich auf mei­nem Weg unter­stützt haben“, sag­te Lau­ra Hilt­mann. Pia Schö­ning schloss sich dem Dank an und ergänz­te: „Das ist der bes­te Beruf über­haupt.“ Es sei eine Freu­de, durch ihre krea­ti­ve Arbeit die Kun­den mit einem Lächeln nach Hau­se schi­cken zu können.

Namens­ge­ber des neu­en För­der­prei­ses ist Geerd Meent­zen, Vater von Karin Meent­zen-Horst­mann. Der gelern­te Augen­op­ti­ker­meis­ter wag­te Anfang der 50er Jah­re den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit. Zu Leb­zei­ten hat­ten die Aus- und Wei­ter­bil­dung im Hand­werk einen hohen Stel­len­wert für ihn. Mit Grün­dung der Geerd-Meent­zen Stif­tung und der Ver­lei­hung des gleich­na­mi­gen Prei­ses soll dem nun Rech­nung getra­gen wer­den. Unter­stüt­zung erhielt die Fami­lie von der Ems-Dol­lart Stif­tung der Ost­frie­si­schen Volks­bank eG. „Wir freu­en uns, die Aus­bil­dung im Hand­werk auf die­sem Weg gezielt zu för­dern – ganz im Sin­ne mei­ner Eltern“, so Karin Meent­zen-Horst­mann. Des­halb hät­te man sich für die ers­te Ver­lei­hung des Prei­ses auch kei­nen bes­se­ren Ort als die Hand­werks­kam­mer vor­stel­len kön­nen, ergänz­te Sohn Juli­an Horst­mann. Prä­si­dent Albert Lie­ne­mann ent­geg­ne­te, es sei eine Ehre, eine sol­che Ver­an­stal­tung aus­zu­rich­ten. „Aus der Mas­se zwei her­aus­ra­gen­den Aus­zu­bil­den­den die­se Wert­schät­zung ent­ge­gen­brin­gen zu kön­nen, ist groß­ar­tig“, sag­te Lienemann.

Die Ver­net­zung zwi­schen Betrieb und Schu­le spie­le hier­bei eine sehr wich­ti­ge Rol­le und stel­le die Qua­li­tät der Aus­bil­dung sicher, brach­te es Björn Holz­gra­be, Abtei­lungs­lei­ter der BBS II Emden auf den Punkt. „Die Kom­bi­na­ti­on von Hand­werk und schu­li­scher Aus­bil­dung ist der Mehr­wert, den bei­de Sei­ten haben“, beton­te er. Abschlie­ßend sprach Holz­gra­be noch ein­mal aus­drück­lich sei­nen Dank an die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der BBS II Emden sowie den Aus­bil­dern in den Betrie­ben aus.

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